4

Beteiligte
Personen

397

Mio. km aktuelle Distanz zum Mars

1

Drehtag

26

k

YouTube-Aufrufe

„...und hiermit bewerbe ich mich..." Gibt es eine schwierigere, unklarere und vagere Situation, als die, wenn sich junge Menschen für einen Job bewerben? Jeder hat das zu durchleben, irgendwann ist es so weit, Farbe bekennen, sich darstellen, sich bewerben. „...und hiermit bewerbe ich mich für die One-way-Mission zum Mars!" Ein junges Mädchen sagt diesen Satz klar und ohne Zögern in die Kamera, nimmt ihr Bewerbungsvideo selbst auf. Junge Menschen haben gute Chancen für diese Reise ohne Wiederkehr, vorausgesetzt, sie zeigen den unbeugsamen Willen dafür. Alles an diesem Film ist präzise, genau abgestimmt, überzeugend positioniert, klar gesetzt. Der Film funktioniert implizit, er findet nämlich Bilder, die uns unter die Haut gehen, die so eindeutig in ihrer emotionalen Aussage sind, dass keine Zweifel bleiben: Eine Hand taucht ins Wasser eines Brunnens, im Zeitraffer läuft Leben an Julia vorbei. Das könnte Kitsch werden, ist aber mit dieser selbstbewusst-frischen Darstellerin und dieser ruhigen und bildsicheren Kamera immer auf der authentischen Seite. So auch das Schlussbild, wenn Julia in Hyperzeitlupe abhebt wie eine Saturn-V, dann glauben wir ihr den Aufbruch zum Mars. Der Film Ich bin Julia" von Amon Ritz und seiner crew am Albert- Einstein-Gymnasium in München erhält den Förderpreis der Bavaria Film GmbH.
„Julia ist felsenfest davon überzeugt: Sie will Astronautin werden, ihr Leben in den Dienst der Wissenschaft stellen und eines Tages das „ONE-Way-Ticket” zum Mars nehmen. Ihr Alltag wirkt schon jetzt wie der einer Astronautin – durchgetaktet, routiniert und überaus diszipliniert. Der Film stellt ihren Wunsch visuell beeindruckend, technisch professionell dar – aber nicht nur der Oberfläche, des Looks willen, sondern inhaltlich motiviert. Julia ist kein „Püppchen” mit einem zu großem Traum, sondern ein starkes und durch und durch entschlossenes Mädchen, über das man gerne noch mehr erfahren würde. Wenn Julia am Ende des Filmes ausspricht, „das kann ich am besten im All” wird ihre ganze Entschlossenheit deutlich. Die Schwerelosigkeit kommt zwar etwas überraschend, hebt dan Film aber noch einmal auf ein anderes Level.”